Heldinnenplatz

100 Jahre Frauentag – Heinisch-Hosek: Frauen vor den Vorhang holen

Am Vortag des 100. Frauentags haben die SPÖ Frauen in Anwesenheit von Frauenministerin und SPÖ-Frauenvorsitzender Gabriele Heinisch-Hosek sowie SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz mit einer Aktion den Heldenplatz in „Heldinnenplatz“ umbenannt. Ziel der Aktion war es, auf die zahlreichen Errungenschaften von Frauen in der Geschichte hinzuweisen. „Heute wollen wir unsere eigenen Heldinnen sichtbar machen, die am männlich dominierten Heldenplatz nicht repräsentiert sind. Wir holen all jene Frauen vor den Vorhang, die Herausragendes geleistet haben auf dem Gebiet der Kultur, Wissenschaft und Politik“, so Heinisch-Hosek am Montag vor JournalistInnen.

Die Frauenministerin kündigte zwei konkrete Vorhaben an, die gemeinsam mit dem Koalitionspartner umgesetzt werden sollen. Zum einen wird es einen neuen Vorstoß zur Umtextung der Bundeshymne geben. „Auch die Töchter sollen im Text der Bundeshymne Platz finden“, so Heinisch-Hosek. Zum anderen fordert Heinisch-Hosek mehr
Orden der Republik für Frauen. Derzeit gebe es eine 85 Prozent Männerquote bei Republiksauszeichnungen, was die Frauenministerin ändern will. Dazu wird Heinisch-Hosek dem Bundespräsidenten eine Liste mit Frauen vorlegen, die sie für Orden vorschlagen möchte.

„Es ist ein Tag, an dem wir uns freuen und stolz darauf sein können, was wir erreicht haben“, sagte Mautz zum morgigen 100. Frauentag. Sie verwies etwa auf die erkämpften Arbeitnehmerinnenrechte, die Fristenregelung und das Gewaltschutzgesetz. Dennoch sei noch nicht alles erreicht und echte Gleichstellung noch nicht Realität. Daher
müsse man weiter arbeiten und kämpfen, um konkrete Verbesserungen für Frauen zu erzielen. Mautz appellierte an alle Frauen, am 19. März bei der großen Frauendemonstration in Wien ein kräftiges Zeichen zu setzen.

Bilder der Aktion finden Sie/findest du hier.