Frauen in Führungspositionen: Österreich ist europäischer Nachzügler

„Der europäische Zug, um mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen, ist längst angerollt und losgefahren.
Österreich steht da leider noch im Bahnhof und da müssen wir endlich aufspringen. Es macht auch wirtschaftlich Sinn, mehr Frauen an die Spitze zu bringen.“
(Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek)

„Wir brauchen mehr Frauen in Führungspositionen. Wir können nicht länger zuwarten. Europa bewegt sich unaufhaltsam in Richtung Gleichstellung. Österreich muss den fortschrittlichen Weg mitgehen.“ (Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz)

Österreich muss endlich einen Schritt setzen, um in der Wirtschaft mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen.
Denn Österreich hat immer noch eine Männerquote von 90 Prozent in den Aufsichtsräten.

Es zeigt sich also: Nur auf Freiwilligkeit zu setzen, hat bisher nichts gebracht. Jetzt sollten sich die Betriebe selbst verpflichten, in den kommenden Jahren aktiv zu werden. Denn auch viele europäische Länder wie Frankreich, Spanien, Niederlande und Norwegen tun´s bereits. Und auch die EU-Kommission und Deutschland machen sich auf den Weg.

Für alle ist klar: Mehr Frauen an der Spitze macht wirtschaftlich Sinn. Gemischte Führungsteams bringen einfach bessere Ergebnisse.

Die Frauenministerin schlägt daher vor, dass sich staatsnahe und börsenotierte Betriebe selbst verpflichten, zuerst 25 Prozent und nach einigen Jahren 40 Prozent der Aufsichtsratsposten mit Frauen zu besetzen. Mit einem Beschluss im Ministerrat soll sich die Bundesregierung selbst in die Pflicht nehmen und diesen Stufenplan für staatsnahe Betriebe festschreiben. Für börsenotierte Unternehmen soll ebenfalls diese Selbstverpflichtung in den Benimmregeln für die Börse (Corporate Governance Codex) verankert werden.

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek wird daher Gespräche mit Wirtschaftsminister Mitterlehner aufnehmen und
hofft, dass die Regierung in den nächsten Wochen einen deutlichen Schritt weiterkommt.