Gabriele Heinisch-Hosek: „Ärzte sollen weiter haften“

Anlässlich der von Justizministerin Claudia Bandion-Ortner vorgeschlagenen Gesetzesnovelle, wonach eine Aufhebung der Haftungspflicht für Ärzte/Ärztinnen im Fall einer nicht diagnostizierten Behinderung von Babys in der Schwangerschaft vorgesehen ist, nimmt Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek klar Stellung dazu.

Im Interview in der Tageszeitung „Österreich“ vom 04.01.2011 spricht sie sich eindeutig gegen diese Gesetzesnovelle aus. „Ärzte sollen auch weiter haften“, so Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek (in: http://www.frauen.bka.gv.at)

Derzeit hat der Arzt/die Ärztin die Pflicht, eine schwangere Frau auf eine mögliche Behinderung ihres ungeborenen Kindes aufmerksam zu machen. Wenn er eine Behinderung übersieht, dann haftet der Arzt/die Ärztin. Geht es nach den Vorstellungen der Justizministerin sollen GynäkologInnen für diesen Fehler nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden. Die SPÖ ist strikt dagegen, die ÄrztInnen von der derzeit bestehenden Haftungspflicht zu entbinden, wenn dem Arzt oder der Ärztin ein Fehler nachgewiesen wird. ÄrztInnen sollen für solche Fehler auch in Zukunft gerade stehen müssen.

Zu diesem Thema diskutierten am 09. 01.2011 in der ORF Sendung „Im Zentrum“ neben Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek u.a. auch Justizministerin Claudia Bandion-Ortner und Gynäkologe Peter Husslein (AKH Wien).

Linktipp: http://tvthek.orf.at/programs/1279-Im-Zentrum