Papamonat im Öffentlichen Dienst

Theoretisch können sich viele Väter vorstellen, in Karenz zu gehen, die Praxis sieht jedoch anders aus: nur 5 Prozent der Jungväter geht auch tatsächlich in Karenz. Die SPÖ Frauen setzen sich dafür ein, dass die Väterbeteiligung bei der Karenz steigt.

Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat dazu den ersten wichtigen Schritt gesetzt:

Seit 1. Jänner 2011 haben öffentlich Bedienstete die Möglichkeit, einen Papamonat in Anspruch zu nehmen. Im Detail heißt das, dass Väter im Öffentlichen Dienst auf den Papamonat einen Rechtsanspruch haben. Der Papamonat ist eine unbezahlte Karenz, die maximal vier Wochen dauert. Und der Papamonat muss während des Mutterschutzes (also innerhalb der ersten 2 Monate nach der Geburt) bezogen werden.

Die Details der Regelung

* Gilt für alle Väter im Öffentlichen Dienst des Bundes (BeamtInnen und Vertragsbedienstete)
* Karenz von bis zu vier Wochen
* Der Papamonat ist unbezahlt

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um es in Anspruch zu nehmen:

* Antrag zwei Monate vor geplantem Geburtstermin
* Innerhalb des Beschäftigungsverbots der Mutter

Der „Papa-Monat“ im Öffentlichen Dienst soll auch ein Anstoß für eine Diskussion eines solchen für die Privatwirtschaft sein. Unser Ziel ist es, dass alle Väter die Chance und Möglichkeit haben, von Anfang an für die Kinder da zu sein. Wir möchten weg von dem Bild, dass Kindererziehung eine ‘rein weibliche’ Angelegenheit ist.

Neben dem einkommensabhängigen Kindergeld und dem Ausbau der flächendeckenden Versorgung mit Krippen- und Kindergartenplätzen, ist der Papamonat im Öffentlichm Dienst ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.