Väterkarenz; Papamonat; Video

Frauen-Network
11.11.2010

Heinisch-Hosek: „Echte Männer gehen in Karenz!“

„Mehr Väter in Karenz, das ist gut für die Väter, das ist gut für die Kinder, und es ist gut für die Frauen. Mehr Männer in Karenz, das ist ein wichtiger Schritt zu mehr Chancengleichheit.“

Viele Väter überlegen ernsthaft, in Karenz zu gehen – manche tun es schon, viele zögern aber noch. Diesen Männern Mut zuzusprechen, ist das Ziel der neuen Kampagne der Frauenministerin „Echte Männer gehen in Karenz“ (Film: http://www.youtube.com/user/HeinischHosek#p/a/u/0/vGXFnJMgQW4)

Studien besagen, dass zwei Drittel der Männer bereit wären, in Karenz zu gehen. Dennoch zögern die meisten. Und nur fünf Prozent der Väter entschließen sich tatsächlich für eine Zeit der Kinderbetreuung. Einer der ausschlaggebenden Gründe, warum Männer sich gegen eine Karenz entschieden haben, war bisher oftmals die große finanzielle Einbuße für die Familie. Mit dem einkommensabhängigen Kindergeld ist es nun ganz einfach, für den Nachwuchs da zu sein ohne dass daraus große Einkommensverluste entstehen. Die Väterkarenz war noch nie so attraktiv wie heute.

Gleichzeitig geht es in der Kampagne darum,zu zeigen, dass es mittlerweile zum Alltag in unserer Gesellschaft gehört, dass Väter in Karenz sind. Jene Jungväter, die sich diese wertvolle Zeit mit ihrem Kind gönnen, berichten, dass diese Lebensphase für sie etwas ganz Besonderes ist und sie keinen Tag ihrer gemeinsamen Zeit missen wollen. Sie profitieren persönlich ungemein davon – in ihrer Beziehung zum Kind und zur Partnerin.

Damit sich hier auch in nächster Zeit etwas ändert, geht die Frauen- und Beamtenministerin mit gutem Beispiel im öffentlichen Dienst voran und bietet ab 1. Jänner 2011 das Papamonat an. Das heißt, dass junge Väter Rechtsanspruch auf mindestens eine Woche und maximal ein Monat freie Zeit für den Nachwuchs unmittelbar nach der Geburt haben werden. Das Papamonat wird unbezahlt sein, aber alle Ansprüche wie Krankenversicherung oder Pension bleiben gewahrt. Und er muss innerhalb der ersten zwei Monate nach der Geburt des Kindes in Anspruch genommen werden.

Um Männern Mut zu machen, bietet die Frauenministerin auf einer eigenen Kampagnen-Homepage jetzt eine Plattform für jene Väter an, die in Karenz sind oder waren. Einige von ihnen berichten dort bereits über ihre Erfahrungen in dieser so wichtigen Lebensphase und erklären, weshalb sie diese Entscheidung getroffen haben. Nachzulesen unter: www.maennerinkarenz.at

Mautz: „Väterkarenz tut Vätern gut“

„Die SPÖ-Frauen setzen sich seit Jahren dafür ein, dass mehr Väter in Karenz gehen“, so Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz anlässlich der heute präsentierten Kampagne „Echte Männer gehen in Karenz“ von Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

„Theoretisch können sich viele Väter vorstellen, in Karenz zu gehen, die Praxis sieht jedoch anders aus: nur 5 Prozent der Jungväter geht auch tatsächlich in Karenz“, so Mautz gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Bisher haben viele Familien aus finanziellen Gründen oftmals darauf verzichtet, dass auch der Mann in Karenz geht. Mit dem einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld ist es nun für Väter einfacher in Karenz zu gehen.

Die von Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek präsentierte Kampagne ist eine gelungene Aktion, um das Thema Väterkarenz in der Öffentlichkeit positiv zu besetzen. Während jene Väter, die bereits in Karenz waren, einhellig der Meinung sind, dass Väterkarenz dem Kind, der Frau und den Vätern selbst – also der ganzen Familie gut tut, gibt es seitens der Unternehmen nicht immer dieselbe Unterstützung.

Um mehr Väter zu motivieren, auch einen Teil der Karenzzeit zu übernehmen, ist deshalb ein Umdenken in der Gesellschaft notwendig. „Väter in Karenz dürfen nicht länger als Exoten in ihrer Umgebung wahrgenommen werden. Vor allem Unternehmen müssen sensibilisiert werden, damit es zu einer ‚Alltäglichkeit‘ wird, dass Männer in Karenz gehen“, so Mautz.

Wurm: Papamonat im öffentlichen Dienst – Privatwirtschaft muss nachziehen

Für SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm ist der „Papamonat“ im öffentlichen Dienst ein Projekt mit enormer Vorbildwirkung. Das sagte Wurm am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. „Was die Kollegen im öffentlichen Dienst jetzt vorleben werden, muss auch in der Privatwirtschaft zur Normalität werden“, fordert Wurm. Den „Papa-Monat“ im öffentlichen Dienst wird es ab 1.1.2011 geben.

Die Initiative von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, die auch für den öffentlichen Dienst verantwortlich ist, begrüßt die SPÖ-Frauensprecherin. „Das Projekt ‚Papamonat‘ wird entschieden zu mehr Akzeptanz von Vätern in Karenz führen“, so Wurm. Derzeit würden Männer in ihren Unternehmen noch auf Gegenwind stoßen, wenn sie in Karenz gehen wollen, weiß Wurm zu berichten. Es gelte diese Widerstände abzubauen. „Wir müssen den Unternehmen die Vorteile der Väterkarenz nahebringen und sie, falls nötig, auch stärker in die Pflicht nehmen“, so Wurm.

Binder-Maier begrüßt „Väterkarenz-Kampagne“ zur Unterstützung junger Familien

Die neue Kampagne von Frauenministerin Heinisch-Hosek lenkt das Bewusstsein in der Bevölkerung darauf, dass immer mehr junge Väter wertvolle Zeit mit ihren Kindern verbringen wollen und das gehört unterstützt, begrüßt SPÖ-Familiensprecherin Gabriele Binder-Maier die wichtige Initiative der Frauenministerin. Binder-Maier weist auch darauf hin, dass es nicht nur um das öffentliche Bewusstsein gehe, sondern vor allem auch um die Unternehmen, bei denen ein Umdenken nötig sei, damit junge Väter auch nichts in den Weg gelegt werde, wenn sie in Karenz gehen möchten.

Viele junge Väter wollen nicht mehr nur „Hauptverdiener“ sein, sondern wollen auch in die in die Erziehungs-, Familien- und Versorgungsarbeit einbezogen werden. Nur so haben Frauen und Männer auch die Möglichkeit Partnerschaftlichkeit und Kooperation in den Familien zu leben. Mit dem von der SPÖ umgesetzten einkommensabhängigen Kindergeld stehen dem auch keine großen Einkommensverluste mehr entgegen, so die SPÖ-Familiensprecherin.

Prettner/Blatnik: Durchsetzung von Papamonat im öffentlichen Dienst ist wichtiger Schritt in die richtige Richtung

Als wichtigen Schritt in die richtige Richtung bezeichnen Kärntens Frauenreferentin LR Beate Prettner und SPÖ Frauenvorsitzende BR Ana Blatnik den heutigen Beschluss zugunsten des Papamonats im öffentlichen Dienst. Männer, die dies in Anspruch nehmen, verlieren diesen Monat auch nicht beim Durchrechnungszeitraum für ihre Pensionen und sind auch während dieser Zeit sozialversichert. „Aus meiner Sicht ist das ein richtiges Signal für mehr Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft. Und zudem haben so auch Männer die Möglichkeit mehr Zeit mit ihrem Kind zu verbringen, was für die familiäre Bindung und den Zusammenhalt von unschätzbarem Wert ist“, freut sich Prettner, dass einer langjährigen frauenpolitischen Forderung der SPÖ Rechnung getragen wurde.

„Auch wenn wir noch viele ungelöste Fragestellungen vor uns haben – heute dürfen wir uns freuen, dass es gelungen ist, eine so wichtige Forderung umzusetzen“, meint Blatnik.

Rudas: Papamonat im öffentlichen Dienst – wichtiger Fortschritt für partnerschaftliche Familienarbeit

Die SPÖ fordert schon seit längerem das „Papa-Monat“ für die Zeit nach der Geburt. Dass Frauenministerin Heinisch-Hosek dies nun im öffentlichen Dienst einführt, hat heute auch SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas außerordentlich begrüßt. „Damit hat der öffentliche Dienst wieder einmal eine wichtige Vorbildwirkung bei moderner Gleichstellungspolitik. Das Papa-Monat ist ein wichtiger Schritt in Richtung partnerschaftlichere Aufteilung der Arbeit in der Familie“, so die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin.

Gegenüber dem Pressedienst der SPÖ betonte Rudas, dass der Papa-Monat auch für die Privatwirtschaft natürlich Forderung der SPÖ bleibt, ebenso wie ein finanzieller Ausgleich für diese Zeit. Dies hatte auch die Frauenministerin als ihr Ziel genannt. „Wir müssen als Gesellschaft erreichen, dass mehr Männer in Karenz gehen und sich an der Kinderbetreuung beteiligen. Deshalb ist auch die neue Kampagne der Frauenministerin, die ein positives, modernes Image von Karenz-Vätern transportiert, so sinnvoll“, so Rudas abschließend.

„Echte Männer gehen in Karenz!“

Unter dem Motto „Echte Männer gehen in Karenz“ hat Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute ihre Kampagne zur Väterkarenz präsentiert.

Neben dem Video „Echte Männer gehen in Karenz!“(www.youtube.com/v/vGXFnJMgQW4)gibt es auch eine eigene Homepage unter http://www.maennerinkarenz.at/

Liebe Grüße,

Katharina Kubicek

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