Sexismus; Menschenhandel

Frauen-Network
18. Oktober 2010

Heinisch-Hosek: Sexistische Werbung wollen wir nicht mehr
Frauenministerin eröffnet Fachtagung über Sexismus in der Werbung und kündigt gemeinsam mit dem Werberat einen Preis für herausragende geschlechtergerechte Werbung an

„Sexistische Darstellungen von Frauen in der Werbung sind leider vermehrt zu beobachten“, sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek zur Begrüßung bei der internationalen Fachtagung zum Thema Sexismus in der Werbung, zu der die Frauenministerin geladen hat. Allein im heurigen Jahr seien bereits 94 Beschwerden über sexistische Werbung beim Werberat eingegangen.

Freilich sei die Debatte über Sexismus in der Werbung nur ein Teil der Debatte über entwürdigende Geschlechterrollen in der Gesellschaft. „Aber die Werbung ist das Spiegelbild der gesellschaftlichen Einstellungen, die dort gezeigten Bilder von Frauen bestärken eingefahrene Denkmuster und setzen sich über die Gleichstellung der Geschlechter hinweg“, so Heinisch-Hosek. Und immer häufiger werde wieder das Spiel mit der eindeutigen Zweideutigkeit gespielt, Frauen in alte Rollenklischees gepresst und auch Humor nicht neutral, sondern auf Kosten der Frauen eingesetzt. „Ich rede von Würde und Wert der Frauen, mit Stereotypen aber werden Frauen entwürdigt und abgewertet. Das ist nicht mehr zeitgemäß, das wollen wir nicht mehr.“

Wurm zu EU-Tag gegen Menschenhandel: „Stellungnahme Bandion-Ortners zum Fall einer 22-jährigen Afrikanerin in Wien gefordert“
Am Montag, 18. Oktober 2010, wird EU-weit der Tag gegen Menschenhandel begangen. SPÖ-Frauensprecherin und Mitglied des Europarates, Gisela Wurm, nimmt dies zum Anlass, auch auf die Rolle Österreichs in diesem globalisierten, modernen Sklavenhandel hinzuweisen: „Österreich ist diesbezüglich keine „Insel der Seeligen“, sondern auch Transit- und Zielland des Frauen- und Menschenhandels. „Das zeigt auch der vom Nachrichtenmagazin „NEWS“ veröffentlichte Fall einer 22-jährigen Nigerianerin, die Opfer von Menschenhändlern und zur Prostitution gezwungen werden sollte. Die Frau hat ihre Peiniger angezeigt, aber die Ermittlungen wurden eingestellt, weil die Staatsanwaltschaft das Verfahren niederlegte. Ich erwarte dazu eine Stellungnahme von Justizministern Bandion-Ortner“, so Wurm.

Liebe Grüße

Elisabeth Bessert

SPÖ Bundesfrauen
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