Kinderbetreuung; Fußballturnier

Frauen-Network
11.08.2010

Heinisch-Hosek: „Jeder Euro, der in Kinderbetreuung investiert wird, hat dreifachen Effekt“

Trotz Sparkurs weiterhin Bundesmittel für den Ausbau der Kinderbetreuung bereitstellen

„17.000 neue Kinderbetreuungsplätze und 6.000 neue Jobs sind in den letzten zwei Jahren österreichweit durch die Investitionen des Bundes entstanden“, sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Wiens Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch. Diese positive Bilanz zeige, dass es auch wirtschaftlich Sinn mache, wenn Bund und Länder Geld für den Ausbau der Kinderbetreuung zur Verfügung stellen. Zwischen 2008 und 2010 hat es dafür vom Bund jährlich 15 Millionen Euro gegeben.

„Es ist unbedingt notwendig, dass der Bund die Mittel für den Ausbau der Kinderbetreuung auch über das Jahr 2010 hinaus bereit stellt“, sagte Heinisch-Hosek heute. Denn jeder Euro, der in Kinderbetreuung investiert werde, habe einen dreifachen Effekt. „Erstens haben die Kinder etwas davon, zweitens haben Mütter und Väter was davon und drittens wirkt es sich auch auf die Wirtschaft positiv aus. Jeder Euro, den wir in die Kinderbetreuung investieren, kommt doppelt zurück. Das heißt, 15 Millionen Euro die pro Jahr investiert werden, bringen volkswirtschaftlich 30 Millionen“, so Heinisch-Hosek.

„Trotz des Sparkurses sollte also frisches Geld in die Hand genommen werden – einfach deshalb, weil diese Investitionen auch ökonomisch Sinn machen“, so Heinisch-Hosek. Falls dies mit dem Koalitionspartner nicht zu vereinbaren sei, könnte ein WIFO-Vorschlag zur Gegenfinanzierung aufgegriffen werden. Der Alleinverdienerabsetzbetrag für Paare, die keine Kinder (mehr) betreuen, könnte für die Kinderbetreuung umgewidmet werden. Härtefälle müssten selbstverständlich ausgenommen werden.

„Damit die Bundesländer in Zukunft beim Ausbau schneller vorankommen, sollte die Bundesförderung zusätzlich zu den bestehenden Kriterien auch für die Errichtung von Betreuungseinrichtungen und für die Ausbildung der Pädagoginnen und Pädagogen verwendet werden“, so Heinisch-Hosek. Denn so könnten Engpässe bei der Ausbildung vermieden werden. Da könnte man sich das Wiener Modell der Kurzausbildungen für Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen als Vorbild nehmen, so Heinisch-Hosek zum Schluss.

„HAU DRAUF!-Fußballturniere“

Unter dem Motto „Wir erobern den Käfig“ starten in Wien die „HAU DRAUF!-Fußballturniere“.

Gemeinsam mit den Wiener SPÖ-Frauen veranstaltet die Sozialistische Jugend im August und September Fußballturniere in allen Wiener Bezirken für Mädchen und junge Frauen zwischen 12 und 20 Jahren.

Der Startschuss hierfür findet am kommenden Freitag, dem 13. August im Arenbergpark in der Landstraße statt. Die Anmeldung zum Turnier erfolgt über die Homepage auf http://haudrauf.at/ oder am Turniertag direkt vor Ort bis 14:30 Uhr.

Zu gewinnen gibt es neben Pokalen und Urkunden für das Siegerinnen-Team neue Fußbälle oder ein Abonnement der Fußball-Zeitschrift „Ballesterer“.

Das Turnier selbst beginnt um 15 Uhr. Gespielt wird in Teams zu vier bis fünf Mädchen. Ab 14 Uhr gibt es für alle teilnehmenden Mädchen und junge Frauen die Möglichkeit, ihr fußballerisches Talent bei einem Trainingsparcours unter Beweis zu stellen und sich gleichzeitig nützliche Tipps von Profifußballerinnen zu holen.

Rund um das Turnier organisieren die Wiener SPÖ-Frauen ein gemütliches „Picknick im Park“ und bieten damit allen Parkbesucherinnen und Parkbesuchern bei freien Getränken und Sitzgelegenheiten eine Möglichkeit zur Erholung und Entspannung.

Die SJ Wien bietet für Spielerinnen und Zuschauerinnen zusätzlich die Möglichkeit, sich im Rahmen der Initiative „Vorsicht! Frauen wehren sich!“ für kostenlose Selbstverteidigungskurse anzumelden.

Ausführliche Informationen zu den „HAU DRAUF!-Fußballturniere“ finden Sie/findet ihr unter http://haudrauf.at/

Liebe Grüße

Katharina Kubicek

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