Obsorge

Frauen-Network
04.08.2010

Binder-Maier: Freiwillige gemeinsame Obsorge fördern aber Nein zur Zwangsverpflichtung
Klare Absage an Vorschlag von Justizministerien Bandion-Ortner – Forderung nach modernem Familienrecht

„Eine Verpflichtung der Eltern sich nach Trennungen gemeinsam um das Kind bzw. die Kinder zu kümmern ist der völlig falsche Weg. Wir müssen die freiwillige gemeinsame Obsorge stärken und fördern, Zwang wäre hier aber absolut kontraproduktiv und nicht im Sinne des Kindeswohls“, erteilte SPÖ-Familiensprecherin Gabriele Binder-Maier am Mittwoch dem Vorschlag von Justizministerin Bandion-Ortner eine klare Absage. „Harmonie innerhalb einer Familie kann nicht per Gesetz verordnet werden. Die Politik kann und darf nicht zwingen, sie soll vielmehr Anreize und Möglichkeiten schaffen, damit sich die Eltern auch nach einer Trennung gemeinsam um die Kinder kümmern können“, so Binder-Maier, die sich für eine grundsätzliche Reform des Familienrechts ausspricht.

Wurm: Automatische gemeinsame Obsorge löst keine Konflikte
Familienrecht muss veränderten Lebensrealitäten angepasst werden

Gegen eine automatische gemeinsame Obsorge spricht sich SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm aus. „Ein allgemeines Oktroyieren löst noch keine Probleme. Vielmehr müssen die Forderungen von Frauenministerin Heinisch-Hosek nach einer Reform des Familienrechts rasch umgesetzt und die freiwillige gemeinsame Obsorge gefördert und unterstützt werden“, so Wurm am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Wurm erinnerte in ihrer Aussendung, dass anstelle einer verordneten Harmonie die Situation von Scheidungskinder zu verbessern sei, indem das verpflichtende Mitverhandeln von Besuchszeiten bei einvernehmlichen Scheidungen, eine generelle Verfahrensbeschleunigung bei Scheidungsfällen und eine verpflichtende Elternberatung nach strittigen Scheidungen umgesetzt werden.

Liebe Grüße

Katharina Kubicek

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