Kindergeld; Wehrdienst; Gesundheit

Frauen-Network
22. Juli 2010

Heinisch-Hosek: Kindergeld-Zahlen zeigen, dass die Hälfte der Eltern spätestens nach zwei Jahren Betreuungsplatz braucht – Die Budgetmittel für den Ausbau der Kinderbetreuung dürfen keinesfalls gestoppt werden
„Ich freue mich sehr, dass das einkommensabhängige Kindergeld schon nach einem halben Jahr so gut angenommen wird“, sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Das zeige, dass viele Frauen nach der Babypause schnell wieder in den Beruf zurückkehren wollen. Wie die neue Kindergeldvariante von den Vätern tatsächlich angenommen würde, würde sich frühestens Ende des Jahres zeigen, denn die Väter gingen erst später in Karenz. Allerdings sei bei den Vätern selbst und vor allem bei den Betrieben noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten, damit das Ziel, 20 Prozent der Väter in Karenz zu bringen, auch Realität werde, so Heinisch-Hosek weiter. Dafür werde sie im Herbst einen Schwerpunkt setzen.

Wehrpflicht für Frauen – Heinisch-Hosek: Erst Gleichberechtigung
Wehrpflicht kann erst am Ende des Weges kommen
Zur Wehrpflicht für Frauen meinte heute Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek: „Das ist kein Thema, so lange Frauen in wesentlichen Lebensbereichen immer noch benachteiligt sind“. Bis dahin liege „ein ganzes Stück des Weges vor uns, und die Wehrpflicht für Frauen kann erst am Ende des Weges kommen“.
Langfristig könne man „im Sinne der Gleichstellung“ darüber reden, so die Ministerin. Zuvor gelte es aber, die Lohnschere zu schließen und die unbezahlte Arbeit gerecht zu verteilen, zumal auch der aktuelle Frauenbericht gezeigt habe, dass Österreich von echter Gleichberechtigung noch weit entfernt sei.

Bayr: Sexuelle und reproduktive Gesundheit und HIV/Aids Prävention und Behandlung stehen in engem Zusammenhang
Öffentliches Gesundheitswesen muss beide Bereiche integrieren
Bei der heute anlässlich der Weltaidskonferenz stattfindenden Konferenz der Sozialistischen Internationale (SI) im Renner-Institut, referierte Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung als die Hauptrednerin über das Zusammenspiel von HIV/Aids Prävention und Therapie einerseits und sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte andererseits im Kontext sozialdemokratischer Positionen.

Es ist evident, das sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit zusammenhängenden Rechte eine ganz enorme Rolle im Kampf gegen HIV/Aids spielen“, erläutert Bayr, „denn die Mehrheit der HIV-Infektionen findet nach wie vor durch Sexualverkehr statt. Immerhin 45 Prozent der Neuinfektionen weltweit betrifft Menschen zwischen 15 und 24 Jahren, knapp die Hälfte dieser 1,2 Millionen jungen Menschen verfügt über nur unzureichende Informationen zu Schwangerschaftsverhütung und HIV.“

Liebe Grüße
Elisabeth Bessert

SPÖ Bundesfrauen
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