Weltbevölkerungstag; Einkommenstransparenz

Frauen-Network
8. Juli 2010

Bayr zu Weltbevölkerungstag: Empowerment von Frauen und Zugang zu modernen Verhütungsmethoden fördern

„Das Empowerment von Frauen und der Zugang zu modernen Verhütungsmethoden weltweit ist in Zusammenhang mit den UN-Millenniumszielen besonders wichtig“, betont Petra Bayr, SPÖ-Entwicklungssprecherin, anlässlich des Internationalen
Weltbevölkerungstages am 11. Juli. „Die Möglichkeit der Familienplanung, der Entscheidung darüber, ob, wann und wie viele Kinder eine Frau bekommt, ist dabei von entscheidender Bedeutung“, so Bayr.

Nicht nur das in Entwicklungsländern aufgrund von Armut und Hunger schwerwiegende Problem der Überbevölkerung wäre durch eine von den Frauen selbstbestimmte Familienplanung wesentlich besser zu bewältigen. „Auch die erschreckend hohe Zahl an Müttersterblichkeit würde durch den Zugang von Frauen zu modernen Verhütungsmethoden in Entwicklungsländern bereits um 25 Prozent gesenkt werden können“, so Bayr. Und weiter: „Die Zahl der Kindersterblichkeit würde dadurch um 20 Prozent verringert.“ Eines der acht UN-Millenniumsziele sieht vor, bis 2015 die Müttersterblichkeit um 75 Prozent zu verringern. Tagtäglich sterben weltweit 1.500 Frauen an den Folgen von Komplikationen in der Schwangerschaft oder bei der Geburt – 99 Prozent davon in Entwicklungsländern.

Wurm: Deutsche Studie beweist – „Einkommenstransparenz notwendig für mehr Lohngerechtigkeit“

„Das deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat 10.000 Erwerbstätige befragt, ob sie ihr Einkommen als gerecht ansehen. Wenn nicht, sollten sie ein gerechtes Einkommen nennen. Dabei wurden Frauen deutlich
geringer entlohnt als Männer – für gleiche Leistungen. Das ist ein eindeutiger Beweis dafür, wie wichtig die Umsetzung der Einkommenstransparenz ist“, betonte SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm zur vor kurzem veröffentlichten Studie. „Aber, es ist nicht so, dass Frauen ein geringeres Einkommen einfach akzeptieren, sondern es liegt an mangelnder Transparenz – Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wissen einfach nicht, wer für welche Leistung wie viel bekommt.

Ein Ergebnis der Studie zeige auch, dass sowohl von den Frauen als auch den Männern eine unterschiedliche Entlohnung bei gleicher Leistung grundsätzlich abgelehnt wird. „Deshalb erwarten wir uns von den verpflichtenden Einkommenberichten, auf die sich die Sozialpartner vor kurzem verständigt haben, einen Riesenfortschritt und eine Bewusstseinsveränderung in Sachen mehr Lohngerechtigkeit.

Liebe Grüße

Katharina Kubicek

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