Frauenquote im SPÖ-Statut abgeändert

„Heute ist ein historischer Tag für die SPÖ und uns SPÖ-Frauen. Mit dem Beschluss des Quotenantrags garantieren
wir, dass nun erstmals die Quote in der SPÖ vom Freigegenstand zum Pflichtfach wird“, sagte Frauenministerin und SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek am Bundesparteitag, der am 12. Juni 2010 in der Pyramide Vösendorf stattgefunden hat.

Die SPÖ Frauen haben im Vorfeld des Bundesparteitages an einer Abänderung des „Quotenparagraphen“ gearbeitet.
Nun wird im Statut der SPÖ festgeschrieben, dass bei der Erstellung der Wahllisten das Reißverschlussprinzip
einzuhalten ist. Das bedeutet, dass hinter einem Mann auf den nächsten Platz eine Frau gereiht werden muss und
umgekehrt. Dadurch ist garantiert, dass auch tatsächlich mehr Frauen gewählt werden. Darüber hinaus bestimmt
nun die Frauenorganisation die Erstellung der Listen mit. Und wenn jemand ausscheidet, rücken so lange Frauen
nach, bis die Quote von 40 Prozent erreicht ist. Erfüllen Listen auf Bezirksebene nicht die Quote, so hat das
Land dies auszugleichen. Das Gleiche gilt für die Landes- und Bundesebene. Und ein verpflichtender Quotenbericht
und verstärkte Kontroll- und Berichtspflichten werden zu mehr Transparenz führen. Das heißt, wenn die Quote nicht
erfüllt ist, müssen sich die Verantwortlichen öffentlich rechtfertigen und Frauenförderpläne vorlegen.

Der Antrag wurde von den Delegierten einstimmig angenommen, ein großer Erfolg für die Frauen!

„Ich bin stolz darauf, dass meine Partei diesen Antrag heute einstimmig beschlossen hat. Mehr Frauen in
Entscheidungsfunktionen und auf Mandaten wird die SPÖ noch attraktiver für Frauen machen“, so Heinisch-Hosek.