Gratis Kindergarten darf nicht in Frage gestellt werden

Klar ablehnend äußerten sich Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Familiensprecherin Gabriele Binder-Maier angesichts des Infragestellens des Gratiskindergartens und der Absage einer akademischen Ausbildung für Kindergärtnerinnen seitens des Gemeindebundes.

Grund dafür ist die Diskussion rund um den Gratiskindergarten in der Steiermark und die Forderung von Staatssekretär Reinhold Lopatka, das Angebot des Gratiskindergartens abzubauen.

Die Bundesministerin betont, dass der Kindergarten wesentlich sowohl als Bildungseinrichtung als auch als Schlüssel zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist.

Keinesfalls darf in Zeiten der Krise, der Sparstift bei den Falschen angesetzt werden. „Kinder haben ein Recht auf die bestmögliche Betreuung. Es kann nicht sein, dass jetzt die Schwächsten in unserer Gesellschaft den Preis für die Finanzkrise bezahlen“, bekräftigt Binder-Maier.

Die SPÖ hat bereits Vorschläge für einen ausgewogenen Mix aus einnahmen- und ausgabenseitigen Maßnahmen zur Budgetsanierung vorgelegt. Dieser beinhaltet auch eine Bankenabgabe, die Finanztransaktionssteuer und den Wegfall der Spekulationsfrist bei Aktiengewinnen. „Hier muss die Verteilungsfrage auf allen Ebenen gestellt werden. Die Kosten der Krise müssen von jenen übernommen werden, die sie verursacht haben. Kindergärten sind Bildungseinrichtungen und maßgeblich für die Entwicklung von Kindern“, so Binder-Maier.