Frauenquote; Mindestsicherung; Buch-Tipp;

SPOE-Frauen – www.frauen.spoe.at

SP-Frauennetwork 16. März 2010

Liebe Frauen!

Wurm: Deutsche Telekom setzt mit Frauenquote vorbildliche Initiative

Als „Vorbild für österreichische Unternehmen in Sachen Frauenförderung“, begrüßte SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm
die freiwillige Initiative der Deutschen Telekom, die als erstes der
30 Dax-Unternehmen eine Frauenquote einführt. Die Verantwortlichen
des deutschen Telekomunternehmens haben erkannt, dass es sich ein
modernes Unternehmen nicht leisten kann, auf die Kompetenz von Frauen zu verzichten. „Die Deutsche Telekom hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis Ende 2015 dreißig Prozent der oberen und mittleren
Führungspositionen mit Frauen besetzt sind. Und das auf freiwilliger
Basis, da sich das Unternehmen durch weibliche Kompetenz eine höhere Wertschöpfung verspricht“, so Wurm.

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Csörgits zu Mindestsicherung: Frage sozialer Gerechtigkeit

SPÖ-Sozialsprecherin Renate Csörgits begrüßte am Dienstag den Ministerratsbeschluss, Verbesserungen der Notstandshilfe im Zusammenhang mit der Mindestsicherung durchzuführen. Wie beim Arbeitslosengeld soll künftig das System des Ergänzungsbeitrages bei niedrigen Versicherungsleistungen auch bei der Notstandshilfe
angewendet werden. „Es ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit“, so Csörgits, die sich auch erfreut darüber zeigt, dass gleichzeitig bei der Anrechnung von Partnereinkommen auf die Notstandshilfe zumindest ein Betrag in der Höhe Ausgleichszulagenrichtsatzes zur Verfügung stehen soll. Der Ausgleichszulagenrichtsatz beträgt derzeit für Paare 1.116 Euro, dazu kommen pro Kind 134 Euro.

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Mautz zu Notstandshilfe: Neue Berechnung wichtiger Schritt zu mehr Gerechtigkeit
Frauen profitieren von Änderungen der Notstandshilfe

„Rund 85 Prozent der abgelehnten Notstandshilfe-Anträge betreffen Frauen. Viele Frauen geraten somit in eine starke finanzielle Abhängigkeit von ihren Partnern“, so SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz heute, Dienstag, nach dem Ministerrat. Mautz bewertet den Ministerratsbeschluss zur Umsetzung der Mindestsicherung und die damit einhergehenden Verbesserungen der Notstandshilfe als „äußerst positiv“ und „dringend notwendig“. Die Berechnung der Notstandshilfe hänge im Gegensatz zum Arbeitslosengeld vom Partner-Einkommen ab. In Extremfällen werde den Frauen der Anspruch auf Notstandshilfe sogar komplett verweigert. „Die Änderung der Berechnung des Partner-Einkommens ist ein wichtiger Schritt zu mehr Gerechtigkeit“, betonte Mautz und unterstrich: „Es ist wichtig, der finanziellen Abhängigkeit der Frauen von ihrem Partner entgegenzuwirken und ihnen somit ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.“

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Johanna Dohnal (Hg.), Susanne Riegler:

Das Theater mit dem Gender
10 Jahre KosmosTheater

200 Seiten
€ 19,80
erhältlich in der SPÖ Buchhandlung
Löwelstraße 18, 1014 Wien
01/53427/323

Virginia Woolf forderte in ihrem 1929 erschienenen Buch Ein Zimmer für sich allein einen privaten Raum ein. Woolfs Werk bildete eine wesentliche Grundlage für die von den Feministinnen gestellte Forderung nach Autonomie und Frauenräumen – kollektiven Orten für Frauen wo diese selbstbestimmt agieren können. Diese Forderung war auch die Patin des Wiener KosmosTheaters, das am Internationalen Frauentag 2010 seinen 10. Geburtstag feiert. Das Jubiläumsbuch ist eine Dokumentation über ein wichtiges und aufregendes Kapitel der österreichischen Frauen- und Kulturpolitik in deren Mittelpunkt der zähe, noch lange nicht ausgestandene Kampf um ein paar Quadratmeter „Frauenraum“ steht, „um überhaupt sein zu dürfen was man schon ist“, wie Elfriede Jelinek es formulierte. Doch Bescheidenheit war nicht die Zier der „Kosmos“-Frauen: Mit unglaublich viel Erfindungsreichtum, Kampfgeist, Gewitztheit und Ausdauer haben sie den Kampf gegen an feministischer Kunst desinteressierte PoltikerInnen und beamtete KunstexpertInnen aufgenommen und ausgefochten. An dessen vorläufigem Ende steht die Umsetzung einer Vision, eine Bühne auf der innovatives Theater dargeboten wird. In dem Buch geht es sowohl um die theoretische wie praktische Auseinandersetzung mit dem Thema „feministisches Theater“ und um die Diskurse darüber, die nach wie vor fast ausschließlich in feministischen Zirkeln und eben im KosmosTheater geführt werden. Diskurse, die von den Medien ignoriert werden, vermutlich, weil dadurch zu vieles in Frage gestellt werden müsste. Die In-Frage-stellenden Regisseurinnen, Autorinnen und Darstellerinnen die im „Kosmos“ mit ihren Aufführungen das patriarchale, aristotelische Theater aufbrechen, werden in Kurzporträts vorgestellt. Aber nicht nur das Schaffen von Kunst ist Thema des Buches sondern auch das „Schaffen“ und Durchhalten der sozialen Situation, die für Künstlerinnen alles andere als rosig ist, wie der Alltag und die Statistiken beweisen.

Liebe Grüße

Katharina Kubicek

SPÖ Bundesfrauen
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