Aufruf der SPÖ Frauen zum Internationalen Frauentag

Gegen die eklatanten Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern richten sich die SPÖ Frauen in ihrem Aufruf zum Internationalen Frauentag. „Dass wir nun auf den vorletzten Platz innerhalb der EU abgerutscht sind, ist beschämend. Wir können diese Gehaltsunterschiede nicht mehr länger hinnehmen“, sagte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und forderte die Offenlegung der Durchschnittsgehälter zwischen Frauen und Männern in den Betrieben und verpflichtende Quoten für Aufsichtratspositionen in der Privatwirtschaft.

Obwohl Frauen gut ausgebildet sind, schützt sie das nicht vor ungleicher Bezahlung“ sagte SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz. „Im Gegenteil: Die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern wird bei steigender Bildung sogar noch größer. Frauen sollen mutiger in Gehaltsverhandlungen gehen können. Daher ist es unsere Aufgabe, die entsprechenden Bedingungen zu schaffen“, so Mautz.

Zentral ist die Forderung der SPÖ Frauen nach Einkommenstransparenz. Die Fakten zu den Einkommensunterschieden in einem Betrieb gehören auf den Tisch gelegt. Um die Forderung nach der gesetzlichen Verankerung der Einkommenstransparenz im Gleichbehandlungsgesetz zu bekräftigen, haben die SPÖ Frauen auf plattform.frauen.spoe.at eine UnterstützerInnenplattform eingerichtet.

Eine wichtige Voraussetzung für berufliches Weiterkommen ist ganztägige Kinderbetreuung. Die SPÖ Frauen fordern einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz sowie den Ausbau der Ganztagsschulplätze.

Um den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen, sind verpflichtende Quoten sinnvoll. Derzeit sind in den Top-200 Unternehmen in Österreich nur neun Prozent der Aufsichtsratsmitglieder Frauen. Die SPÖ Frauen fordern daher verpflichtende Quoten für Führungsetagen nach norwegischem Vorbild.

Entscheidend für die Einkommenssituation und auch für die Karrierechancen, ist auch die Berufswahl. Daher ist es wichtig, dass Frauen neue Chancen ergreifen und in untypische Berufsfelder vordringen. Dafür müssen auch die Betriebe durch bewusstseinsbildende Maßnahmen sensibilisiert werden, damit sich den Frauen in Zukunftsbranchen auch reale Berufsmöglichkeiten bieten. Die SPÖ Frauen fordern weiters geschlechtssensible verpflichtende Berufs- und Bildungswegorientierung an allen Schulen.

Anlässlich des Internationalen Frauentages, haben die SPÖ Bundesfrauen ein Video gedreht, um auf die derzeitige Situation von Frauen im Erwerbsleben aufmerksam zu machen. Zu sehen ist dieser Film unter

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